....und eines Tages wachte ich auf, da sah ich die Hölle. Ich sah ihr ins Gesicht und sie lächelte mich an.
Zum "clean sein" überzeugen?
Generell? Ja. Ich habe aber festgestellt das jeder sich seine Welt so biegt wie er das möchte und braucht. Wenn ich jemanden die negativen Indikatoren aufzeige beim Konsum von Drogen, dann macht der jenige sofort einen Abgleich mit seinem erlebten. "Das ist ja bei mir nicht so, das hatte ich noch nicht , das ist ja nicht so schlimm, das geht wieder vorbei, ich habe ja alles im Griff......."
Diese Art von Selbstschutz geschieht absolut autonom. Der Betroffene überlegt eigentlich nicht lang. Überraschend ist immer wieder wie Groß der Ideenreichtum mit Fadenscheinigen Erklärungen ist. Bei mir war es auch nicht anders. Am effektivsten ist es natürlich wenn derjenige selber darauf kommt!
Das beste Hilfsmittel ist die Angst. Die Angst vor Drogen, welche das Suchtgedächtnis sofort lahm legt. Aber meistens fällt der Betroffene zuvor sehr Tief.
Der Erste Ansatzpunkt sollte die psychologische Analyse sein. Es gibt immer eine Triebfeder, welche jemanden in den Drogensumpf treibt. Ich habe inzwischen schon unzählig viele Lebensgeschichten hören dürfen. Trotzdem fühlte ich mich immer Machtlos. Wer kann seinem Gegenüber schon seinen Schmerz in diesem Moment nehmen, egal wie dieser Schmerz aussieht. Einen gewissen Ballast auf der Seele schleppt wohl jeder mit sich rum.
Einen Erfolg kann man als Angehöriger, Partner oder Freund sowieso nur mit Liebe erreichen. Nicht mit Vorwürfen, Unverstand, aggressivem Verhalten oder dergleichen.
Ich habe den Dreck über zehn Jahre genommen. Es hat mir nichts gebracht. Außer : Schulden, Wahnvorstellungen, Angstzustände, Zwänge, körperliche- und seelische Gefangenschaft, ärger mit Menschen die ich Liebe und das ich mich beinahe umgebracht hätte!